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Wozu Praxis

Der leuchtend blaue Medizinbuddha (Sangye Menla auf Tibetisch) ist eine unter tibetischen Ärzten verbreitete Praxis mit dem Ziel, jene zu heilen, die unter Unwissenheit und den daraus resultierenden Störgefühlen leiden, um so ihre - und unsere - Buddhanatur zu erwecken.

Die "Medizin" ist der kostbare Dharma und alle fühlenden Wesen sind die Patienten.
Wie in jeder Praxis ist das Endziel das Erwachen zum Wohle aller Wesen; die Medizinbuddha-Praxis hilft jedoch auch, eine stabile Gesundheit für sich selbst und andere zu entwickeln.

Die Weiße Târâ und ihre Praxis begleitet Garchen Rinpoche schon sein Leben lang.
Sie ist das erste erwachte Wesen das bewusst als weibliche Form wiederkehrt, um zu zeigen dass der erwachte Geist jenseits von männlich und weiblich ist.
Die Târâ mit dem strahlend weißen Gesicht und dem gütigen Blick ist die Verkörperung der schützenden Aktivität des erleuchteten Mitgefühls. Sie sorgt für die fühlenden Wesen wie eine Mutter für ihre Kinder.
Da das wachsame und handelnde Mitgefühl die Grundlage bildet, auf der alle Erleuchtung heranreift, wird Târâ auch die Mutter aller Buddhas genannt.
Die Weiße Târâ zu praktizieren bedeutet, sich immer mehr und immer vertrauensvoller auf mein eigenes Mitgefühl einzulassen - es zu entdecken, zu vertiefen und nach und nach selbst in schwierigsten Situationen zu entwickeln
.

Vajrasattva (oder Dorje Sempa auf Tibetisch) ist eine der weitestverbreiteten Übungen im Tibetischen Buddhismus, und das mit gutem Grund: Gilt doch diese besondere Ausstrahlung der Buddha-Qualität als diejenige, die zuverlässig die Verstrickungen, neurotischen Fallen und Auswirkungen unserer Geistesgifte aus anfanglosen Zeiten bereinigen hilft.

Da wir erst dann in den Spiegel unseres Geistes blicken können, nachdem dieser von den Verdunkelungen unheilsamen Denkens und Tuns gereinigt worden ist, gehört die Reinigungspraxis mit der Unterstützung von Vajrasattva auch zu den Vorbereitenden Übungen, dh. zählt zu den allerwichtigsten Grundlagen auf dem Pfad des Mantrayana (= Tantrischen Buddhismus).

Achi Chökyi Drölma ist die große Schützerin der Lehren des Buddha und – als Urgroßmutter Jigten Sumgöns, des Gründers der Drikung Kagyüs – die Hauptschützerin dieser Übertragungslinie.
Sie ist eine Emanation der Vajrayogini, die die Weisheit und die Aktivität aller Buddhas verkörpert. Zum Wohle der Wesen in Samsara zeigt sie sich in unendlich vielen Manifestationen zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Dimensionen des Raumes. Die Lebensgeschichte von Großmutter Achi ist voller erfrischender Anekdoten, die auch heute noch faszinieren und inspirieren.
Die Achi-Übertragung ist Voraussetzung für die Schützer-Praxis, eine der dynamischsten und populärsten Sadhanas der Drikung-Tradition; die Achi-Rauchopferung zählt zu den musikalisch und rhythmisch besonders reizvollen Pujas.

 

Vajrayogini ist eine zornvolle Erscheinungsform von Tara. Der zornvolle Aspekt bedeutet, dass sie uns ihre klare Entschlossenheit und Kompromisslosigkeit bei der Überwindung unserer Störgefühle zur Verfügung stellt.

Ihre Praxis ist besonders wirksam für die Transformation von Verblendung und Unwissenheit; symbolisiert wird dies in vielen Darstellungen durch den Saukopf, den sie als Kopfschmuck trägt (das Schwein gilt als Symbol für das Geistesgift der Unwissenheit).

Vajrayogini zählt zu den ältesten und am meisten verbreiteten Yidams (Inititationsgottheiten) im Vajrayana.

S.E. Garchen Rinpoche hat bei seinem Wien-Besuch im Oktober 2014 die Einweihung in Vajrayogini gegeben und sich sehr zufrieden über deren Verlauf und Qualität geäußert – ein Ansporn für uns, diese wirksame Praxis bestmöglich zu üben!